Wie werde ich Fußballprofi? Dank der perfekten Koordination!
Jeder Fußballer ist begeistert von den filigranen Bewegungen von Lionel Messi, wie er, wenn er den Ball bekommt, sofort ins Dribbling geht, durch Körpertäuschungen die Gegenspieler stehen lässt und aus dem vollen Lauf heraus einen Zauberpass spielt. Solch eine Leistung ist nur möglich aufgrund von über Jahren trainierter koordinativer Fähigkeiten.
Doch was ist diese Koordination, von der jeder Fußballer im Training schon gehört hat und wie wichtig ist sie tatsächlich?
Einfach erklärt beschreibt der Begriff Koordination das harmonische Zusammenwirken von Muskeln und Sinnesorgane, wobei die einzelnen Grundeigenschaften der Koordination in enger Wechselbeziehung zueinanderstehen und so die Grundlage jeder menschlichen Bewegung bilden.
Das Koordinationstraining liefert damit die entscheidenden Voraussetzungen dafür, dass ein Fußballer sich optimal im Spielfeld bewegen, Spielsituationen schnell überblicken und den Ball sicher kontrollieren und führen kann. Außerdem ist das Training der Koordination wichtig, um das eigene Körpergefühl zu verbessern, um das Verletzungsrisiko zu verkleinern und bei den Krafteinsatz so ökonomisch wie möglich zu gestalten.
Der Oberbegriff Koordination fasst vielfältige Fähigkeiten zusammen, die die Basis für den sportlichen Erfolg eines jeden Sportlers sind:
– Gleichgewichtsfähigkeit – sie ist vor allem in Spielsituationen wie Zweikämpfen oder Kopfbällen gefragt, um dabei das Gleichgewicht zu halten (statisch) oder es im Anschluss schnellstmöglich wieder herzustellen (dynamisch). Beispiel: Beim Zweikampf auf den Beinen bleiben, beim Schuss oder Pass durch das Standbein die Balance halten
– Reaktionsfähigkeit – ein Spieler muss in Sekundenbruchteilen auf Signale und Entwicklungen im Spiel reagieren. Beispiel: Der Ball verspringt kurz vor der Annahme oder die Finte eines Gegners
– Rhythmisierungsfähigkeit – spielt eine Rolle, wenn es um das Erfassen, Wahrnehmen, Speichern und Umsetzen eines vorgegebenen Bewegungsrhythmus geht. Beispiel: Laufwege und Passwege laufen „blind“ ab, Anpassung der Schrittlänge beim Anlauf zu einem Schuss, der Einsatz von Finten
– Orientierungsfähigkeit – die Orientierung im Raum durch unsere Sinneswahrnehmung und dessen Verarbeitung ermöglicht es uns, die Position im Raum präzise einzuschätzen und darüber hinaus die Stellung von Mit- oder Gegenspielern einzuordnen. Dabei spielt unter anderem auch peripheres Sehen eine wichtige Rolle. Beispiel: Einordnung der eigenen Position im Raum, um in Räume und Schnittstellen zu laufen, die Einnahme einer taktisch intelligenten Position auf dem Spielfeld, um Ballkontrolle zu erhalten, das Ausspielen des Gegners, einen Pass oder Torschuss vorbereiten
– Differenzierungsfähigkeit – ist die Feinabstimmung einzelner Teilkörperbewegungen in der Gesamtbewegung. Es ist die Fähigkeit Bewegungen mit hoher Präzision sowie in unterschiedlicher Intensität auszuführen. Beispiel: Ballgefühl, ein Zuspiel mit der richtigen Dosierung je nach Abstand des Partners
– Antizipationsfähigkeit – beschreibt die schnelle Bewegungsanpassung auf Situationsänderungen. Beispiel: Umstellung von Angriff auf Verteidigung, äußere Faktoren wie Wetter, Publikum und Bodenbeschaffenheit, das Vorahnen und Abfangen eines Passes
– Kopplungsfähigkeit – diese sorgt dafür, dass ein Spieler mehrere Aktionen gleichzeitig flüssig koordinieren kann, in dem Teilkörperbewegungen untereinander so kombiniert und organisiert werden, dass ein sinniger zeitlicher, räumlicher und dynamischen Ablauf möglich ist. Beispiel: Der Schuss setzt sich grob aus drei Teilbewegungen zusammen: Anlauf, Schwungholen, Schuss oder der gesamte Bewegungsablauf vom Absprung bis zum Kopfball
In der Praxis überschneiden sich diese Komponenten und wirken zusammen. Jegliche Form der gezielten Bewegung ist von den oben beschriebenen Fähigkeiten abhängig. Die Koordination ist somit eine der wichtigsten Fähigkeit, die jeder Fußballspieler besitzen sollte, um erfolgreich auf dem Platz zu sein. Eine herausragende Koordination ist unerlässlich, um Spielzüge zu initiieren, Tore zu erzielen, gegnerische Angriffe abzuwehren, Kontrolle über den Ball zu haben, auf Situationen schnell reagieren zu können, für das richtige Timing bei Tacklings und in den Zweikämpfen, zur Verbesserung der Spielintelligenz und vor allem zur Vermeidung von Verletzungen, indem sie dem Spieler ermöglicht, Bewegungen sicher und kontrolliert auszuführen. Reagiert ein Spieler nach dem Umknicken oder dem Zusammenprall mit einem Gegenspieler schnell und fängt sich ab, kann er damit einer Bänderdehnung oder gar schlimmeren aus dem Weg gehen.
Zusammenfassend setzen die koordinativen Fähigkeiten den Spieler in die Lage, Vorhersehbares und Unvorhersehbares im Fußball sicher zu beherrschen. Damit ist die Koordination beim Fußball die Basis, um andere Fähigkeiten auszubilden. Nicht umsonst gliedert sich der private Trainingsplan von top Spielern wie z.B. Cristiano Ronaldo grob in vier Bereiche: Schnelligkeit, Oberkörper, Explosivität und Koordination.
Insbesondere Kinder benötigen umfassende koordinative Voraussetzungen, um neue Techniken schnell zu erlernen und in Spielsituationen anzuwenden. Speziell in der Wachstumsphase, wenn sich der körperliche Aufbau verändert, müssen die „Bewegungsprogramme“ sich ständig anpassen. Das Koordinationstraining hilft dann dabei, dass die Jugendlichen schneller die Kontrolle über den eigenen Körper zurückerhalten.
Im Koordinationstraining sollen gezielt Übungen trainiert werden, die die Spieler noch nicht erlernt oder automatisiert haben, um das Zusammenspiel von Muskeln und Sinnesorgane zu verbessern. Daher ist es wichtig die Übungen immer wieder zu verändern, indem die äußeren Bedingungen verändert werden, die Bewegungsausführung variiert wird, Bewegungsfertigkeiten kombiniert werden, die Übung unter Zeit-, Komplexitäts- und Präzisionsdruck erfolgt, die Informationsaufnahme variiert wird oder die Übung unter konditioneller Belastung stattfindet. Beim Koordinationstraining ist also vor allem Kreativität gefragt, um den Fußballer immer vor neue Herausforderungen zu stellen.
Hier ein paar gute Beispiele aus der Praxis:
Koordination ist das Fundament für eine erfolgreiche Technik. Ohne Koordination kann kein Spieler sein volles Potenzial ausschöpfen.
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Aiden Hezarkhani war als Spieler des The Talentprojekt in der Saison 2021/2022 Internatsschüler. Er war damals einer der jüngsten Schüler des Talentprojekts und kam auch für die Mannschaften des DFI Bad Aibling zum Einsatz, vor allem in der U15. Aiden zeigte damals schon sein riesiges Talent und wurde damals schon zu einigen Lehrgängen der US-Nationalmannschaft …
REIHE „Fußballprofi werden“: 10. Koordination!
Wie werde ich Fußballprofi? Dank der perfekten Koordination!
Jeder Fußballer ist begeistert von den filigranen Bewegungen von Lionel Messi, wie er, wenn er den Ball bekommt, sofort ins Dribbling geht, durch Körpertäuschungen die Gegenspieler stehen lässt und aus dem vollen Lauf heraus einen Zauberpass spielt. Solch eine Leistung ist nur möglich aufgrund von über Jahren trainierter koordinativer Fähigkeiten.
Doch was ist diese Koordination, von der jeder Fußballer im Training schon gehört hat und wie wichtig ist sie tatsächlich?
Einfach erklärt beschreibt der Begriff Koordination das harmonische Zusammenwirken von Muskeln und Sinnesorgane, wobei die einzelnen Grundeigenschaften der Koordination in enger Wechselbeziehung zueinanderstehen und so die Grundlage jeder menschlichen Bewegung bilden.
Das Koordinationstraining liefert damit die entscheidenden Voraussetzungen dafür, dass ein Fußballer sich optimal im Spielfeld bewegen, Spielsituationen schnell überblicken und den Ball sicher kontrollieren und führen kann. Außerdem ist das Training der Koordination wichtig, um das eigene Körpergefühl zu verbessern, um das Verletzungsrisiko zu verkleinern und bei den Krafteinsatz so ökonomisch wie möglich zu gestalten.
Der Oberbegriff Koordination fasst vielfältige Fähigkeiten zusammen, die die Basis für den sportlichen Erfolg eines jeden Sportlers sind:
– Gleichgewichtsfähigkeit – sie ist vor allem in Spielsituationen wie Zweikämpfen oder Kopfbällen gefragt, um dabei das Gleichgewicht zu halten (statisch) oder es im Anschluss schnellstmöglich wieder herzustellen (dynamisch). Beispiel: Beim Zweikampf auf den Beinen bleiben, beim Schuss oder Pass durch das Standbein die Balance halten
– Reaktionsfähigkeit – ein Spieler muss in Sekundenbruchteilen auf Signale und Entwicklungen im Spiel reagieren. Beispiel: Der Ball verspringt kurz vor der Annahme oder die Finte eines Gegners
– Rhythmisierungsfähigkeit – spielt eine Rolle, wenn es um das Erfassen, Wahrnehmen, Speichern und Umsetzen eines vorgegebenen Bewegungsrhythmus geht. Beispiel: Laufwege und Passwege laufen „blind“ ab, Anpassung der Schrittlänge beim Anlauf zu einem Schuss, der Einsatz von Finten
– Orientierungsfähigkeit – die Orientierung im Raum durch unsere Sinneswahrnehmung und dessen Verarbeitung ermöglicht es uns, die Position im Raum präzise einzuschätzen und darüber hinaus die Stellung von Mit- oder Gegenspielern einzuordnen. Dabei spielt unter anderem auch peripheres Sehen eine wichtige Rolle. Beispiel: Einordnung der eigenen Position im Raum, um in Räume und Schnittstellen zu laufen, die Einnahme einer taktisch intelligenten Position auf dem Spielfeld, um Ballkontrolle zu erhalten, das Ausspielen des Gegners, einen Pass oder Torschuss vorbereiten
– Differenzierungsfähigkeit – ist die Feinabstimmung einzelner Teilkörperbewegungen in der Gesamtbewegung. Es ist die Fähigkeit Bewegungen mit hoher Präzision sowie in unterschiedlicher Intensität auszuführen. Beispiel: Ballgefühl, ein Zuspiel mit der richtigen Dosierung je nach Abstand des Partners
– Antizipationsfähigkeit – beschreibt die schnelle Bewegungsanpassung auf Situationsänderungen. Beispiel: Umstellung von Angriff auf Verteidigung, äußere Faktoren wie Wetter, Publikum und Bodenbeschaffenheit, das Vorahnen und Abfangen eines Passes
– Kopplungsfähigkeit – diese sorgt dafür, dass ein Spieler mehrere Aktionen gleichzeitig flüssig koordinieren kann, in dem Teilkörperbewegungen untereinander so kombiniert und organisiert werden, dass ein sinniger zeitlicher, räumlicher und dynamischen Ablauf möglich ist. Beispiel: Der Schuss setzt sich grob aus drei Teilbewegungen zusammen: Anlauf, Schwungholen, Schuss oder der gesamte Bewegungsablauf vom Absprung bis zum Kopfball
In der Praxis überschneiden sich diese Komponenten und wirken zusammen. Jegliche Form der gezielten Bewegung ist von den oben beschriebenen Fähigkeiten abhängig. Die Koordination ist somit eine der wichtigsten Fähigkeit, die jeder Fußballspieler besitzen sollte, um erfolgreich auf dem Platz zu sein. Eine herausragende Koordination ist unerlässlich, um Spielzüge zu initiieren, Tore zu erzielen, gegnerische Angriffe abzuwehren, Kontrolle über den Ball zu haben, auf Situationen schnell reagieren zu können, für das richtige Timing bei Tacklings und in den Zweikämpfen, zur Verbesserung der Spielintelligenz und vor allem zur Vermeidung von Verletzungen, indem sie dem Spieler ermöglicht, Bewegungen sicher und kontrolliert auszuführen. Reagiert ein Spieler nach dem Umknicken oder dem Zusammenprall mit einem Gegenspieler schnell und fängt sich ab, kann er damit einer Bänderdehnung oder gar schlimmeren aus dem Weg gehen.
Zusammenfassend setzen die koordinativen Fähigkeiten den Spieler in die Lage, Vorhersehbares und Unvorhersehbares im Fußball sicher zu beherrschen. Damit ist die Koordination beim Fußball die Basis, um andere Fähigkeiten auszubilden. Nicht umsonst gliedert sich der private Trainingsplan von top Spielern wie z.B. Cristiano Ronaldo grob in vier Bereiche: Schnelligkeit, Oberkörper, Explosivität und Koordination.
Insbesondere Kinder benötigen umfassende koordinative Voraussetzungen, um neue Techniken schnell zu erlernen und in Spielsituationen anzuwenden. Speziell in der Wachstumsphase, wenn sich der körperliche Aufbau verändert, müssen die „Bewegungsprogramme“ sich ständig anpassen. Das Koordinationstraining hilft dann dabei, dass die Jugendlichen schneller die Kontrolle über den eigenen Körper zurückerhalten.
Im Koordinationstraining sollen gezielt Übungen trainiert werden, die die Spieler noch nicht erlernt oder automatisiert haben, um das Zusammenspiel von Muskeln und Sinnesorgane zu verbessern. Daher ist es wichtig die Übungen immer wieder zu verändern, indem die äußeren Bedingungen verändert werden, die Bewegungsausführung variiert wird, Bewegungsfertigkeiten kombiniert werden, die Übung unter Zeit-, Komplexitäts- und Präzisionsdruck erfolgt, die Informationsaufnahme variiert wird oder die Übung unter konditioneller Belastung stattfindet. Beim Koordinationstraining ist also vor allem Kreativität gefragt, um den Fußballer immer vor neue Herausforderungen zu stellen.
Hier ein paar gute Beispiele aus der Praxis:
Koordination ist das Fundament für eine erfolgreiche Technik. Ohne Koordination kann kein Spieler sein volles Potenzial ausschöpfen.
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